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Mediathek

Die Mediathek ist eine Empfehlung für den Einsatz verschiedender Filme in der Arbeit mit Mädchen*. Leider stehen diese Filme nicht für die Ausleihe zur  Verfügung.

 

Lillifee und Co. sind für viele Mädchen* präsenter Alltag und auch die Größeren werden tagtäglich durch das wachsende Angebot medialer Vorbilder und Rollenmuster konfrontiert. Ob in Soaps, Reality-Serien oder Spielfilmen – überall agieren Frauen* und Männer*, die in vielfacher Art und Weise zur Identifikation und Auseinandersetzung einladen. Die meisten von ihnen kommen jedoch nicht ohne altbekannte Klischees und Rollenmuster aus: Mama steht am Herd und kocht, die Tochter* geht artig zur Schuler, macht Hausaufgaben, passt auf den kleinen Bruder* auf, Papa arbeitet. All diese Prozesse werden in den allermeisten Fällen unbewusst aufgenommen, nur wenige können gezielt hinterfragt und behandelt werden.

Die LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V. hat es sich zum Ziel gemacht, auf bestehende Missstände zwischen den Geschlechtern hinzuweisen und ein Plädoyer für Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit zu sprechen. Aus diesem Grunde entschied sich die Einrichtung zur Etablierung einer geschlechtsspezifischen Mediathek, die sowohl altbekannte als auch neuere Spiel- und Kinderfilme gezielt mit der „Gender-Brille“ beleuchten und so ein Bewusstsein für medial gezeigte Rollenbilder und Darstellungsweisen erzeugen will. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Mädchen*- und Jungenarbeiter*innen, Erzieher*innen, Multiplikator*innen aber auch ausgebildete Medienpädagog*innen sollen durch die Sammlung Anregungen und methodische Hinweise erhalten, den Geschlechteraspekt verstärkt in ihre bisherige Arbeit implementieren zu können und mit ihren jeweiligen AdressatInnen die in den Filmen gezeigten Themen zu behandeln und zu diskutieren.

Die ausgewählten Werke wurden im Wesentlichen nach 3 Gesichtspunkten analysiert: Liebe, Sexualität und Partnerschaft; Mobbing und Gewalt; Rollenverhalten (mit Verweis auf konformes / non-konformes Verhalten). Die beigefügten Empfehlungen sollen den Facharbeiter*innen zur Anregung dienen, die gezeigten Themen mit ihren jeweiligen Kindern und Jugendlichen z.B. auf Klassenfahrten, im Unterricht, auf Ferienfreizeiten oder im Jugendclub zu besprechen und somit auch durch das Medium Film einen konstruktiven Dialog zu fördern.