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Verein

Die Landesarbeitsgemeinschaft „Mädchen und junge Frauen in Sachsen" e.V. (LAG) wurde 1993 als fachpolitischer Zusammenschluss von Frauen, Projekten und Trägern sowie kommunalen und regionalen Arbeitskreisen der Kinder- und Jugendhilfe gegründet. Derzeit sind 31 Träger, regionale Vernetzungen und Privatpersonen Mitglied.

 

Seit 1999 ist die LAG anerkannter freier Träger der Jugendhilfe. Die LAG vertritt die Belange der Mädchen und jungen Frauen im Landesjugendhilfeausschuss.

 

Ziel der LAG Mädchen und junge Frauen ist es außer der Umsetzung des §9,3 SGB VIII, die Belange von Mädchen und jungen Frauen sichtbar zu machen und in Entscheidungsprozesse der Jugendhilfe und weiterer gesellschaftlicher Bereiche verbindlich einzubringen.

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Der Satzungszweck soll insbesondere verwirklicht werden durch:

 

  • Mädchenpolitische Interessensvertretung - gegenüber Politik, Gesetzgebung, Verwaltung und Gremien

  • Öffentlichkeitsarbeit zur Situation von Mädchen und jungen Frauen und zu geschlechtsbezogenen Themen

  • Vernetzung und fachlichen Austausch zur parteilichen Mädchenarbeit, zur geschlechts(gender)bewussten Arbeit in koedukativen Zusammenhängen, zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit sowie die diesbezügliche Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Verbänden, Initiativen, Einrichtungen und Behörden

  • Bildungs- und Beratungsarbeit für in der Kinder- und Jugendhilfe haupt- und ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, für Mädchen/ junge Frauen, für Kinder und Jugendliche in koedukativen Zusammenhängen sowie für andere an der Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit Beteiligte und Interessierte.

  • Durchführung von Modell-, Evaluations und Forschungsvorhaben mit geschlechtsbezogenem und/oder -spezifischem Hintergrund (Satzung vom 26.05.2010)

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Für die Umsetzung der Zielstellungen wurde 1997 die Fach- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit und Mädchenpolitik gegründet, welche 2008 mit der Erweiterung des Aufgabenspektrums in Fachstelle für Mädchenarbeit und Genderkompetenz in Sachsen umbenannt wurde.

Es konnten seit 1993 verlässliche Kooperationsbeziehungen zu Partnerinnen und Partnern der Kinder- und Jugendhilfe und aus weiteren Bereichen aufgebaut werden. Gemeinsam wurden vielfältige Projekte und Veranstaltungen durchgeführt.

 

Arbeitsschwerpunkte, Fachgruppen und Projekte wandten sich in den ersten 10 Jahren folgenden Themen und Praxisfeldern zu:

 

  • Mädchen und Beruf (Lebensplanung und Berufsorientierung)

  • gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Mädchen und jungen Frauen

  • Mädchen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit

  • Mobile Mädchenarbeit/Streetwork

  • Mädchen und Behinderungen

  • Mädchen und Jugendhilfeplanung

  • Außerschulische Bildungsarbeit

  • Schulsozialarbeit

  • Mädchenkulturarbeit

  • Medienpädagogik

  • Gesundheits- und Sexualpädagogik, einschließlich Sucht und Abhängigkeit

  • Inobhutnahme, betreutes Wohnen, Einzelfallhilfe nach §27 SGB VIII

  • Jugendverbandsarbeit

 

Eine ausführliche Dokumentation über die Geschichte und Errungenschaften der LAG und der Mädchenarbeit in Sachsen bis 2004 ist nachzulesen in der Broschüre: Meilensteine 1993 - 2004 (zu bestellen in der Fachstelle).

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In den letzten Jahren erweiterte sich das Themenspektrum der Mädchenarbeit beträchtlich

 

Neben der Thematisierung der Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen rückten die Arbeit mit Mädchen im koedukativen Setting (geschlechtsbewusst reflektierte Arbeit der geschlechtsbewusste Pädagogik) stärker in den Vordergrund. Im Zusammenhang mit der Strategie Gender Mainstreaming und in Kooperation mit Vertretern der Jungenarbeit gelangten auch die Lebenslagen von Jungen und jungen Männern in den Blick. Die LAG Mädchen und junge Frauen schloss einen Kooperationsvertrag (2006) mit der LAG Jungen und Männerarbeit Sachsen e.V.

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Die LAG engagiert sich seit der Gründung besonders für die Interessenvertretung der Mädchen und jungen Frauen aus ländlichen Regionen. Dieser Schwerpunkt wurde durch die Kooperationsvereinbarung (2005) mit der Sächsischen Landjugend e.V. intensiviert. Gemeinsam wurde das Modellprojekt zur Implementierung von Gender Mainstreaming und Genderkompetenz in die überörtliche Jugendhilfe durchgeführt und zahlreiche Bildungsangebote für Mädchen und junge Frauen umgesetzt.