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Position beziehen – Statement für ein respektvolles, vielfältiges, gleichberechtigtes und soziales Miteinander!

02.05.2019

Mädchen* und junge Frauen* machen in unserer Gesellschaft immer noch Erfahrungen von Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Gewalt. Sie sehen sich mit Geschlechterklischees konfrontiert, die ihnen sagen wie sie zu sein haben oder nicht sein dürfen. Dies beginnt bereits im Kinderzimmer und setzt sich in Schule, Beruf oder auch in den Medien fort. Sogenannte weibliche* Tätigkeiten werden gesellschaftlich abgewertet, Frauen* erhalten im Durchschnitt 21% weniger Lohn als Männer* und verrichten auf der anderen Seite doppelt so viel Hausarbeit. Zudem werden ganzen Personengruppen ihre Selbstbestimmungsrechte, wie das Recht auf Schwangerschaftsabbruch aberkannt.

 

Wir, die Fachstelle Mädchen*arbeit und Genderkomptenz der Landesarbeitsgemeinschaft für Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V. stehen für Gleichberechtigung, Wertschätzung und Fairness. Uns ist es wichtig, dass alle Menschen selbstbestimmt ihre Lebensräume und -wege gestalten können. Menschen sollen in einer Realität leben, in der sie mit ihren Bedürfnissen und ihrer Individualität im Mittelpunkt stehen und gleichwertig anerkannt sind, unabhängig von Zugehörigkeiten oder sozialen Zuschreibungen wie Herkunft, Religion, Geschlecht(sidentität), sexueller Orientierung, Alter, materieller Situation oder körperlicher und seelischer Verfassung.

Wir setzen uns für die Belange von Mädchen*, jungen Frauen*, Inter*, Trans* und Queers* und für ein Ende der Gewalt ein. Wir fordern, dass alle selbst entscheiden können wer sie sind, wie sie leben und wen sie lieben.

 

Damit beziehen wir klar Position gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und menschenverachtende Einstellungen mit ihren Ideologien der Ungleichwertigkeit.

 

Es gibt Parteien, Initiativen und Organisationen, die sich gegen die Förderung von Gleichstellung der Geschlechter wenden, sich gegen Aufklärung und geschlechtliche und sexuelle Vielfalt aussprechen. Diese lehnen Inklusion als gesellschaftliches Ziel ab und wollen Grundrechte wie das Recht auf Asyl weiter einschränken. Stattdessen soll in Überwachung und Staatsschutz investiert und Befugnisse von Beamt*innen wie der Polizei ausgebaut werden.

Wir wollen kein Schüren von Angst und Hass! Wir wollen ein respektvolles, vielfältiges, gleichberechtigtes und soziales Miteinander! Jetzt und auch in Zukunft!

 

Deshalb rufen wir auf: mischt euch in Debatten ein, lasst menschenverachtenden Meinungen wie rassistische, nationalistische, antifeministische, sexistische, homo-, trans*- und inter*feindliche, antimuslimische, antiseminitische, behindertenfeindliche u.a. Aussagen nicht den Diskurs bestimmen und gebt eure Stimme ab! Am 26. Mai zu den sachsenweiten Kommunalwahlen und zur Europawahl und am 1. September zur Landtagswahl in Sachsen.

 

 
Kontakt

Königsbrücker Str. 62
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