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Maria voll der Gnade

USA/CO

2004

Regie: Joshua Marston

 

Sich nicht mehr herumkommandieren lassen, selbstständig sein und leben: Die 17-jährige Kolumbianerin Maria hat es satt, tagtäglich in der Rosenfabrik zu arbeiten um ihre Mutter, Großmutter und die alleinerziehende Schwester mit Sohn zu ernähren. Nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Vorgesetzten kündigt sie, sehr zum Leidwesen ihrer Familie, die ihr daraufhin schwere Vorwürfe macht. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist, weigert sie sich, ihren bisherigen Freund zu heiraten, mit der Begründung, dass sie ihn nicht liebe und sich ein gemeinsames Leben nicht vorstellen kann. Der der Suche nach Arbeit lernt sie Franklin kennen, der ihr einen Job anbietet: sie soll Drogen in die USA schmuggeln. Sie nimmt trotz der Schwangerschaft an und findet sich daraufhin mit 52 Drogenpäckchen im Bauch und 3 weiteren „Maultieren“ in einem Flugzeug nach New York City wieder. Marias mittlerweile auch schmuggelnde Freundin Blanca und die erfahrene Lucy gelangen problemlos durch die Kontrolle. Maria hingegen entgeht nur knapp einer Festnahme, als sie aufgrund der Schwangerschaft nicht geröntgt werden kann. In New York überschlagen sich die Ereignisse: Lucy stirbt an den Folgen eines aufgeplatzten Päckchens; Die Schmuggler, bei denen die Frauen die Ware abliefern sollen, schneiden ihr daraufhin den Bauch auf, um den Rest der Drogen zu erhalten. Maria und Blanca flüchten in Panik mit den Päckchen zu Lucys Schwester Carla, berichten ihr jedoch nicht von den Ereignissen. Von Schuldgefühlen getrieben und der ebenfalls schwangeren Carla beeindruckt, arrangiert Maria eine Übergabe mit den Schmugglern, bei der sie mutig ihren Anteil und den der Toten fordert. Sie beichtet Carla und ihrem Mann die Vorkommnisse und verspricht, für die Überführung des Leichnams zu sorgen. Am Ende entschließt sie sich, Verantwortung für sich und ihr Ungeborenes zu übernehmen und ein Leben in den USA zu beginnen.

 

Empfehlung:

Da Männer in ihrer Familie weitgehend fehlen, muss die 17-Jährige allein für den Unterhalt ihrer Familie aufkommen. Ihr Kind will sie ohne den lieblosen Vater großziehen, nimmt dafür sogar einen lebensgefährlichen Job an. Mutig und unabhängig trotzt sie jeder Gefahr, scheut auch nicht davor, bewaffneten Drogenschmugglern mit ihren Forderungen vor den Kopf zu stoßen. Selbstbewusst und direkt lebt und gestaltet sie ihr Leben, spiegelt gut den Kontrast zu ihrer im Film eher als konform dargestellten Freundin Blanca, die Maria lieber angepasst und fügsam sähe. Doch Maria lässt sich nicht beirren und geht ihren Weg in Veratwortung – für sich, für ihre Zukunft, und für ihr Kind.

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