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Thelma und Louise

USA

1991

Regie: Ridley Scott

 

„Thelma und Louise“ gilt als einer der ersten feministischen Filme überhaupt. Zwei Frauen, gelangweilt von ihrem bisherigen Leben, fliehen für ein vermeintliches Wochenende, das zu ihrem größten Abenteuer werden wird und von dem sie nie wieder zurück kommen werden. Das Schicksal der Darstellerinnen nimmt dabei ungeahnte Wendungen: die frustrierte Thelma flüchtet vor ihrem herrischen Ehemann, wird in einer Bar fast vergewaltigt und nur durch das beherzte Eingreifen ihrer Freundin Louise, die ihrerseits aus ihrem tristen Kellnerinnenalltag flieht, gerettet, in dem sie den Mann kurzerhand erschießt. Auf ihrer Flucht  vor der Polizei begegnen sie dem Kleinkriminellen JD, der sich mit Überfällen über Wasser hält und eine Affäre mit Thelma beginnt. Auffallend ist die Resonanz, mit der das Auftreten der sonst angepasst lebenden Frauen in ihrer Umwelt aufgenommen wird: Thelmas heroischer Mann kann die Eskapaden seiner Frau zunächst nicht begreifen. Selbst dann nicht, als er sie bei einem Überfall auf eine Tankstelle auf dem Überwachungsvideo erkennt. Der ermittelnde Polizist versucht alles, die beiden Frauen in Schutz zu nehmen, ihr Verhalten als Ausnahmeerscheinung und von äußeren Umständen herbeigeführt zu erklären und zu behandeln. Während ihrer Reise sind Thelma und Louise mehrfach gezwungen, ihre neuen Rollen mit Witz und Humor, aber auch viel Einfühlungsvermögen und Mut zu verteidigen und aufrecht zu erhalten, Vorurteilen und sexistischen Diskriminierungsversuchen zu entgehen und sich zu behaupten.

Nach einem Raubüberfall, einer vermeintlichen Mordanklage und einem durch Louise zerstörten LKW sehen sich die von der Polizei in die Enge getriebenen Frauen vor die Wahl gestellt, in ihr altes Leben zurück bzw. ins Gefängnis zu gehen, oder ihren durch die Reise gefestigten Bund der Freundschaft dadurch zu besiegeln, gemeinsam mit dem Auto den Grand Canyon hinunter zu stürzen.


Empfehlung:

Als Anknüpfungspunkt zu historischen Rollenbildern, sexueller Gewalt an Frauen und Lebensentwürfe geeignet; Für gleich- bzw. gemischtgeschlechtliche Gruppen ab 15 Jahren.

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