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Queer Politics - Netzwerktreffen der Mädchen*arbeit

21. 06. 2022 bis 22. 06. 2022

Queer Politics

(Queer-)feministische Diskurse rund um Körper für die Mädchen*arbeit nutzen

 

Die Beschäftigung mit dem eigenen Körper spielt nach wie vor eine zentrale Rolle in der Lebenswelt von Heranwachsenden. Gesellschaftliche, mediale Einflüsse setzen (Körper-)Normen an denen sich Mädchen* und junge Frauen* orientieren. Durch die ständige kritische Konfrontation und den dar-aus resultierenden toxischen Vergleich mit sich und den vorgebebenen Schönheitsidealen bestehen vielfältige psychische und physische Risiken.
Der Begriff Körperpolitik oder das englische Pen-dant Body Politics hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren in aktivistischen, sozialen Bewegun-gen. Wahrnehmungen von und Anforderungen an Körper unterliegen daher einem sozialen und histo-rischen Wandel. Prozesse der Macht und Herrschaft, Teilhabe und Ausschluss von Körpern sind immer auch politisch. Körperpolitik verordnet sich auf unterschiedlichen Dimensionen – individuell, staatlich, gesellschaftlich und in der Praxis. Durch Bewegung, Regung und Affekte werden diese ver-mittelt durch unsere menschlichen Körper in ihrer Individualität, Lebendigkeit und Verletzlichkeit.

 

ZIELE UND INHALTE
Das Netzwerktreffen 2022 möchte mit Fachkräften und Interessierten in Austausch darüber kommen, welche Diskurse geführt werden, welche Aktivität in sozialen Medien stattfinden und wie diese für die Mädchen*arbeit genutzt werden können. Neben dem Praxistransfer für die Mädchen*arbeit soll es Raum geben, selbst in Diskurs zu treten und eigene Körperbilder zu reflektieren. Dazu können Methode ausprobiert werden, die auch in der Praxis anwendbar sind.

 

Programm
Dienstag (13 – 19 Uhr) Anreise ab 12.00 Uhr
*Ankommen und erster Austausch
*Inhaltlicher Einstieg in das Thema Body Poli-tics mit Christelle und Mary
Mittwoch (9 – 16:30 Uhr)
*Körperorientierte Methoden für eine per-sönliche Annäherung
*Ableitungen für die eigene Praxis und die Mädchen*arbeit und -politik in Sachsen
*Gemeinsamer Abschluss

 

REFERENTINNEN* (online zugeschalten):


Maria González Leal positioniert sich als Afro-Cubanisch-
deutsch, fett, queer und ost-sozialisiert. Als Antiskrimierungsberater*in, Bildungsreferent*in, Workshopleiter*in, Kontentmacher*in und Moderator* in arbeitet und forscht Maria González Leal zu den Themen: Antirassismus, Gewichtsdiskriminierung, Intersektionaler Feminismus, Queerness, nicht sichtbare Ge_Behinderung, psychische Erkrankung als Behinderung, Chronische Erkrankung, Ost-Sozialisierung und vererbte Armut. Ziel ist es verschiedene Diskriminierungsformen, Mehrfachdiskriminierungen und deren Verbindungen miteinander
sichtbar zu machen und Lösungsansätze mit Verbündeten zu konzipieren, um Gewaltstrukturen
abzubauen.


Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum (sie/ihr) ist
eine dark-skinned Schwarze fette Cis-Frau, westdeutsch sozialisiert, wohnhaft in Frankfurt am Mainund hat 2018 an der Goethe-Universität ihren Magister in American Studies, Politik und Soziologie gemacht. Christelle ist Co-Herausgeberin des Sammelbands "Spiegelblicke- Perspektiven Schwarzer Menschen in Deutschland" (2015) und Co-Autorin im Sammelband "Schwarz wird großgeschrieben" (2021). Sie befasst sich aus einer aktivistischen, intersektionalen und emotionalen Perspektive mit Themen rund um Gewichtsdiskriminierung, Fat-Acceptance/ Liberation und Anti-Schwarzen Rassismus. Mehr auf Instagram unter @nkweeny.

 

Ort

Seminarfabrik, Nossen,
Schützenstraße 32, 01683 Nossen
Kosten Mitglieder 90 € (im DZ)
Regulär 100 € (im DZ)
EZ Zuschlag 10 €
inklusive Vollverpflegung
Auf Anfrage können wir einen ermäßigten
Preis anbieten.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die Berücksichtigung erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.


Anmeldung
Für die Anmeldung schickt bitte euren Namen, Einrichtung, Adresse, E-Mail, Telefonnummer, Zimmerkategorie,
ob ihr vegetarisch oder vegan esst und ob ihre andere Essensunverträglichkeiten habt an Anne Groß
praktikantin@maedchenarbeit-sachsen.de
Ihr möchtet teilnehmen, aber es gibt Barrieren, dann meldet euch!

 

Flyer Netzwerktreffen

 
 

Veranstaltungsort

Seminarfabrik Nossen

 

Veranstalter

Fachstelle Mädchen*arbeit und Genderkompetenz in Kooperation mit weiterdenken der Heinrich- Böll-Stiftung Sachsen e.V.

 
Kontakt
LAG Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V.

Königsbrücker Str. 62
01099 Dresden
 

Fachstelle:

0351 / 56362850
0351 / 56362854

 

SISTERS*:

0178 / 9294700 (Sophie Mätzke-Hodžic)

01573 / 8223466 (Abdiiseé Bersissa)

01575 1669061 (Camila Febres)

0351 / 65578890

Facebook/Instagram: @sisters.sachsen