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Fachtag Pfad-Finderinnen

Methoden ressourcenorientierter Biografiearbeit für die pädagogische Begleitung von Mädchen am 30. November 2012 im Familienzentrum in Radebeul

 

Pfad-Finderinnen


Jasamin Boutorabi (Gender Institut Bremen, Diversität in Bildung und Wissenschaft e.V.) eröffnete den Fachtag mit dem sehr anschaulichen und ehrlichen Vortrag "Potentiale querschnittlichen biografischen Arbeitens. Praxiserfahrungen und Gedanken aus der Mädchenarbeit", in welchem sie viele persönliche Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit Mädchen teilte.

 

Hier können Sie dazu die Präsentation einsehen:

[Vortrag_Boutorabi_30.11.2012]

 

Im Mittelpunkt des Fachtages stand die Biografiearbeit als ein professioneller Handlungsansatz in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen. Daher wurde der Schwerpunkt auf die verschiedenen Workshops gelegt, in denen ressourcenorientierte Arbeitsansätze vorgestellt, erfahrbar gemacht und reflektiert wurden.

 

Workshops

Biografiearbeit als Querschnittsthema

Jasamin Boutorabi, Gender Institut Bremen [Diversität in Bildung und Wissenschaft e.V.]

Bildungsreferentin für Gender, Social Justice & Diversity, Feministische Mädchenarbeit und Intersektionalität, Qualitätssicherung und Evaluation zu Gender- und Diversityfragen.

Biografiearbeit ist ein großer Begriff. Wie kann biografisches Arbeiten in unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern aussehen? Welche Potentiale bieten biografische Anknüpfungspunkte und niedrigschwellige Zugänge für die Begegnung mit Mädchen?

In dem Workshop tauschen wir uns über Erfahrungen aus und diskutieren Möglichkeiten pädagogischen Handelns,  Biografiearbeit als Querschnittsthema zu platzieren. Wir reflektieren, welche Kompetenzen und Haltungen PädagogInnen dazu befähigen und ermutigen, um sich den Vergangenheiten der Mädchen sensibel und sicher anzunähern.

"Mich selbst ins Spiel bringen!" - Biografisches Arbeiten mit der Methode Psychodrama

Katja Demnitz ( LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen   e. V.) Bildungsreferentin, Psychodramaleiterin

                       Jana Lattek (Malwina e. V.), Dipl. Pädagogin 

                       Fortbildnerin, Psychodramaleiterin, Coach

 

Elternhaus, eigene weibliche Identität finden, Schritte in der Arbeitswelt, Wahl der Beziehungsformen und/oder Familiengründung – biografische Stationen, die Mädchen und ihre Lebenskompetenzen fordern. Frauen sind diese Wege schon gegangen und haben immer wieder an diesen Orten zu tun.

 

Psychodrama ermöglicht einen sehr lebendigen, spielerischen Zugang zu Lebensereignissen und macht diese im Handeln neu erfahrbar. Ressourcen können so gezielt gestärkt, Schwieriges bewältigt, Unerfülltes nachgeholt, neue Pfade gegangen und Träume realistischer werden.

 

Der Workshop lädt ein, biografisches Arbeiten mit der Methode Psychodrama selbst kennen zu lernen. Einfache Übungen werden an die Hand gegeben, mit jugendlichen Mädchen und jungen Frauen in die Vergangenheit zu schauen und ressourcen- und selbstwertstärkend an aktuellen Thematiken zu arbeiten.

 

Traumapädagogik

 

Uta Avenarius, Dipl. Sozialarbeiterin, Ehe-, Familien- und  

Lebensberaterin

Traumaspezifische Fachberaterin (PITT),

Traumatherapeutin(KrEST)

 

„Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, muss drei Dinge unbedingt beherzigen:

Erstens: Gut essen,

Zweitens: Viel feiern

und Drittens: Wütend putzen“ 

(Verona Engel in Traumapädagogik; Juventa)

 

In diesem Workshop werden Grundkenntnisse über Traumata und Traumafolgestörungen vorgestellt. Gemeinsam erarbeiten und probieren wir Methoden aus der Traumaberatung, die in der  Arbeit mit traumatisierten Mädchen in der ambulanten und stationären Jugendhilfe angewandt werden können. Die Selbstfürsorge der Sozialarbeiterinnen wird in diesem Workshop einen wichtigen Teilaspekt darstellen.

 

 

Programm

09:30               Begrüßungskaffee

10:00               Begrüßung

Anny Matthes, Fachstelle Mädchenarbeit und Genderkompetenz (LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.)

10:15               Eröffnungsvortrag

Potentiale querschnittlichen biografischen Arbeitens. Praxiserfahrungen und Gedanken aus der Mädchenarbeit

Jasamin Boutorabi, Gender Institut Bremen (Diversität in Bildung und Wissenschaft e.V.)

10:45               Vorstellung der Workshops

11:00               Methodenworkshops ressourcenorientierter Biografiearbeit

12:30               Mittagspause

13:30               Weiterarbeit in den Workshops

16:00               Methodenpool

17:00               Abschluss des Fachtages

 

 

Kontakt

Bautzner Str. 22
01099 Dresen
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