Link zur Seite versenden   Druckansicht öffnen
 

Projekt

TIN* Fachstelle

Projekthomepage: https://fachstelle-tin-sachsen.de/

 

Die Fachstelle TIN*[1] Sachsen wurde im Dezember 2022 gegründet und widmet sich in ihrer Arbeit der Situation von trans*[2], inter*[3] und nicht-binären[4] jungen Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe Sachsens. Die Angebote der Fachstelle umfassen:

  • Organisationsentwicklung für Träger der Kinder- und Jugendhilfe an, die fachliche Unterstützung im Themenfeld geschlechtliche Vielfalt suchen

  • Sensibilisierungsworkshops und Fortbildungen für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Multiplikator*innen

  • Empowermentseminare für trans*, inter* und nicht-binäre Fachkräfte in Sachsen

  • Fachtage zum Themenfeld

 

Unsere Arbeit zielt darauf ab, dass trans*, inter* und nicht-binäre Kinder und Jugendliche selbstbestimmt und gewaltfrei aufwachsen können. Unser Anliegen ist, dass geschlechtsnonkonforme junge Menschen die benötigte Unterstützung erhalten und dabei von sensiblen sowie kompetenten Fachkräften begleitet werden. Ziele des Projekts sind die nachhaltige Förderung der Akzeptanz von Geschlechtervielfalt durch die Sensibilisierung von Fachkräften zum Thema Geschlecht. Weiterhin sollen Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Bereich Geschlechtervielfalt sensibilisiert werden und geschlechtliche Vielfalt in ihren Angeboten und Konzeptionen verankern.  Zudem soll für geschlechterreflektierende Arbeit als Querschnittsthema im Rahmen der Jugendhilfeplanung sensibilisiert werden. Im Rahmen der modellhaften Organisationsentwicklung wird ein Konzept zur Sensibilisierung der Fachkräfte für die Bedarfe von trans*, inter* und nicht-binären jungen Menschen als Zielgruppe der Kinder- und Jugendhilfe erarbeitet und veröffentlicht.  

 

Hintergrund des Projekts ist die Novellierung des SGB VIII (KJSG) im Juni 2021, durch die trans*, inter* und nicht-binäre jungen Menschen als explizite Zielgruppen der Kinder- und Jugendhilfe benannt sind. Im Gesetzestext wird anerkannt, dass sich aus den unterschiedlichen Lebenslagen von jungen trans*, inter* und nicht-binären Menschen im Vergleich zu denen von (cis[5]) Mädchen und (cis) Jungen auch unterschiedliche Unterstützungsbedarfe ergeben (können). Die Novellierung des SGB VIII nimmt Träger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in die Verpflichtung, diese unterschiedlichen Bedarfe abzudecken. Die Fachstelle TIN* Sachsen setzt an dieser Verpflichtung an und steht Trägern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe als Unterstützungsstruktur zur Seite.

 

Es handelt sich bei der Fachstelle TIN* Sachsen um ein Kooperationsprojekt der LAG Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V. und der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V./ der Landesfachstelle Jungen. Die Fachstelle TIN* hat eine dreijährige Förderung bis Ende 2025 durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt erhalten. Das Team der Fachstelle TIN* Sachsen besteht aus:

 

Levi Luca Schneidereit (Pronomen: hen oder keine, Anrede: geschlechtsneutral):

 

Dette Ratz (Pronomen: keine oder dey, Anrede: geschlechtsneutral):


[1] TIN* ist ein Akronym und beinhaltet die Begriffe trans*, inter* und nicht-binär. Die Begriffe werden in den folgenden Fußnoten erklärt.

[2] Trans* ist ein Überbegriff für transsexuelle, transidente, transgeschlechtliche und transgender Menschen. Mit dem Begriff trans* können sich Menschen beschreiben, wenn sich im Laufe ihres Lebens herausstellt, dass das ihnen nach Geburt zugewiesene Geschlecht falsch ist. Ein trans* Mädchen ist beispielsweise ein Mädchen, dem fälschlicherweise nach Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde – es sich aber als Mädchen identifiziert, als Mädchen lebt und als Mädchen angesprochen werden möchte. Das Sternchen steht für die Vielfalt der Selbstbezeichnungen von trans* Menschen.

[3] Inter* ist ein Überbegriff für intergeschlechtliche, intersexuelle und interidente Menschen. Mit dem Begriff inter* können sich Menschen beschreiben, wenn ihr körperliches Geschlecht nicht der medizinischen Einordnung von „eindeutig“ männlichen oder weiblichen Körpern zugeordnet werden kann. Das Sternchen steht für die Vielfalt der Selbstbezeichnungen von inter* Menschen.

[4] Nicht-binär (oder auf Englisch nonbinary) ist ein Überbegriff für alle Menschen, deren Geschlecht nicht innerhalb der binären Geschlechter (Mann und Frau) liegt. Nicht-binäre Menschen identifizieren sich also nicht (oder nicht zu 100%) als männlich oder weiblich, sondern beispielsweise als beides, als dazwischen oder als etwas ganz anderes.

[5] Cis ist das Gegenteil von trans*. Mit dem Begriff cis oder cisgeschlechtlich können sich Menschen beschreiben, wenn das ihnen nach Geburt zugewiesene Geschlecht richtig ist. Ein cis Mädchen ist beispielsweise ein Mädchen, dem nach Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde – es sich als Mädchen identifiziert, als Mädchen lebt und als Mädchen angesprochen werden möchte.

Kontakt
LAG Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V.

Königsbrücker Str. 62
01099 Dresden

0351 / 56362850

 

Fachstelle TIN*:

0351 / 56362851

 

Fachstelle Mädchenarbeit:

0351 / 56362853

 

SISTERS*:

0351 / 65578890

Facebook/Instagram: @sisters.sachsen