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SISTERS* - rassismuskritische Mädchen*arbeit in Sachsen

Mädchen* und junge Frauen* sichtbar und stark - Empowerment und Powersharing

 

Mitte August 2019 ist in Anbindung an die LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V. ein neues Projekt gestartet. Mit SISTERS* - rassismuskritische Mädchen*arbeit in Sachsen möchten wir Mädchen* und junge Frauen*, die von Rassismus betroffen sind, stärken.

 

Primär möchten wir mit Mädchen* und junge Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte im ländlichen Raum von Sachsen arbeiten. Oft werden Mädchen* und junge Frauen* of Color mehrfach diskriminiert (Sexismus, Rassismus, Klassismus, etc.), weswegen sie mit mehr Herausforderungen zu kämpfen haben als junge Menschen ohne intersektionale Diskriminierungserfahrungen. Ihr Zugang zum Bildungswesen und zu Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist eingeschränkt - so auch ihr Zugang zu Räumen des Empowerments. 

In dem Projekt SISTERS* möchten wir selbst als Frauen* of Color  Ansprechpartner*innen für die Mädchen* sein und als role models Präsenz in einer weiß dominierten Gesellschaft zeigen.
Von den Ideen der Mädchen* und jungen Frauen* ausgehend wollen wir für sie passende empowernde Aktionen organisieren. Diese können inhaltlich und methodisch sehr unterschiedlich sein. Hierbei ist es uns aber besonders wichtig, die Aktionen an die Interessen und Bedürfnisse der Mädchen* und jungen Frauen* zu orientieren.

 

Wir wollen Empowermenträume und -angebote schaffen, in denen Mädchen* und junge Frauen* die Möglichkeit haben, sich mit ihren Erfahrungen auseinanderzusetzen und zu schauen, wie diese mit Sexismus und Rassismus zusammenhängen. Bei Bedarf soll die Möglichkeit bestehen, sich über Handlungsmöglichkeiten bei bzw. gegen Diskriminierung auszutauschen.

 

Als weitere Zielgruppe arbeiten wir mit pädagogischen Fachkräften an verschiedenen Standorten in Sachsen zusammen. Gemeinsam wollen wir unsere pädagogische Praxis reflektieren und Strategien entwickeln um Mädchen* und junge Frauen*, die von Rassismus betroffen sind, anzusprechen und sie mit ihren Erfahrungen sichtbar und stark zu machen. Dafür sollen Fachkräfte für die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Mädchen* und jungen Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte sensibilisiert werden.

 

Wir führen im Jahr 2020 sechs Mädchen*workshops im Landkreis Dresden, zwei Vernetzungstreffen für Fachkräfte und einen Fachtag durch und geben am Ende des Jahres eine Broschüre zum Thema Empowerment und Intersektionalität in der rassismuskritischen Mädchen*arbeit heraus.

 


*Schreibweise Sternchen*: das * nach "Mädchen*" soll auf die Konstruiertheit der Kategorie verweisen. Gemeint sind somit Alle, die sich als weiblich positionieren und auch so von Anderen wahrgenommen werden möchten - ganz egal, welches Geschlecht ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.
(Quelle: Quixkollektiv.org)


 

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