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Die Insel der Abenteuer

USA

2008

Regie: Jennifer Flacket

 

Nimm lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater und befreundeten Tieren auf einer einsamen tropischen Insel. Sie liest unheimlich gerne Abenteuerromane und schlüpft dabei regelmäßig in die Rolle ihre Lieblingshelden Alex Rover. Was das Mädchen nicht ahnt ist, dass der mutige Held von der zurückgezogen lebenden Alexandra Rover kreiert wurde, die, geplant von allerlei Ängsten und Phobien, in mitten einer amerikanischen Großstadt lebt.

Als Nimms Vater eines Tages zu einer mehrtätigen Expedition aufbricht, von der er aufgrund eines Sturmes zunächst nicht wieder kommt, beginnt das 11 jährige Kind per Internet Kontakt mit ihrem vermeintlichen Helden aufzunehmen. Die schüchterne Autorin beschließt daraufhin kurzerhand, entgegen ihrer Ängste zu dem Mädchen zu reisen und ihr zu helfen. Nach einer abenteuerlichen Reise erreicht sie schließlich die entlegene Insel, erntet jedoch nicht die erwartete Reaktion: Nimm ist enttäuscht, dass hinter ihrem mutigen Helden eine so unscheinbare Frau steckt! Erst langsam beginnt sie zu begreifen, dass auch Frauen mutig und stark sein können, so wie die ängstliche Schriftstellerin, und akzeptiert schließlich Alexandras Ankunft. Die Rückkehr des Vaters und eine abschließende Erklärung sorgen dann doch noch für das ersehnte Happy End.

 

Bewertung:

 

Die Geschichte erzählt humorvoll und kindgerecht das Leben eines Mädchens, das fernab von jeglicher Zivilisation aufwächst und doch positiv mit seinen tierischen Freunden die Welt erkunden will: Mutig besteigt sie große Berge und Vulkane, setzt sich mit versnobten Touristen auseinander, die die Insel in ein Ferienparadies verwandeln wollen und bleibt auch bis zu einem gewissen Punkt ruhig und gelassen, als der Vater verschwindet. Sich selbst sieht die 11-Jährige dabei gar nicht als so mutig an, schreibt sie diese Eigenschaften doch eher ihrem männlichen Traumhelden zu, der ihrer Meinung nach jede schwierige Aufgabe im Handumdrehen lösen kann. Umso enttäuscht ist sie, als sich herausstellt, dass ihr Held im Körper einer ängstlichen Frau steck. Auch die Schriftstellerin, die während ihrer Reise immer von ihrem imaginären Helden „begleitet“ wird, erkennt bald, dass auch sie angstfrei leben kann, ohne die Präsenz eines mutigen Abbildes ihrer selbst.

Der Film kann in gleich- und gemischtgeschlechtlichen Gruppen eingesetzt werden für Kinder ab 8 Jahre; er soll verdeutlichen, dass Mut und Selbstvertrauen keine Frage des Geschlechtes, sondern ganz allein der Einstellung ist.

 

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